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Gesperrte Havel: Rot-Rot berät über Finanzhilfen

Potsdam. Nach der Sperrung der Oder-Havel-Wasserstraße bei Oranienburg wegen eines Bombenverdachts hat sich die rot-rote Koalition im Landtag für finanzielle Hilfen für die Schifffahrt und den Wassertourismus ausgesprochen. »Die Sperrung dieser Wasserstraße über Wochen hat erhebliche wirtschaftliche und touristische Auswirkungen«, sagte Linksfraktionschef Ralf Christoffers am Dienstag. Es solle auch geprüft werden, ob bei einem solchen Ereignis Versicherungen der Schifffahrt greifen könnten. SPD-Fraktionschef Mike Bischoff sprach sich für eine Unterstützung der Unternehmen aus. »Es gibt in Brandenburg Förderinstrumente, mit denen Firmen, die aus externen Gründen in Not geraten, geholfen werden kann«, sagte er. Dies könnten etwa Überbrückungskredite und Bürgschaften sein. Es dürfe nicht passieren, dass Unternehmen jetzt in existenzielle Not geraten, meinte Bischoff. Auf dem Gelände einer Kleingartenanlage am Havelufer war in der vergangenen Woche bei der systematischen Kampfmittelsuche in sieben Meter Tiefe ein Objekt entdeckt worden, bei dem es sich wahrscheinlich um eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Da zur Freilegung des Objekts wegen des hohen Grundwasserspiegels Spundwände gebaut werden müssen, bleibt die Wasserstraße aus Sicherheitsgründen bis mindestens Ende Mai gesperrt. dpa/nd

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