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Wie infantil ist das denn?

Herbert Kapfer blickt in die Abgründe der schönen Literatur von 1918 bis 1938

  • Von Mario Pschera
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Will man sich das Elend deutscher Zeitgeschichtsschreibung vergegenwärtigen, nehme man den von Antonia Grunenberg, unter anderem Gründerin des Hannah-Arendt-Zentrums und bis zu ihrer Auflösung Mitglied der Historischen Kommission der SPD, verfassten Wälzer »Götterdämmerung. Aufstieg und Fall der deutschen Intelligenz 1900-1940. Walter Benjamin und seine Zeit« zur Hand, freue sich über die fleißig aneinandergereihten Daten und totalitarismustheoretischen Büroklammern und werfe ihn als untauglichen Versuch einfach weg. Denn in dieser Perspektive machen Solitäre Geschichte, und aus unerklärlichen, weltgeistgewillkürten Gründen kommt alles ganz anders.

Dass dem geistesgeschichtlichen Momentum nur mit der Analyse politökonomischer, sozialer und kultureller Faktoren beizukommen ist, hat, er sei hier stellvertretend genannt, bereits 1978 der DDR-Kulturwissenschaftler Claus Ritter aufgezeigt, mit seiner Collage »Start nach Utopolis. Eine Zukun...


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