Gedaschko: Akelius ist asozial

Präsident des GdW lehnt Enteignung ab, stattdessen soll der Senat Belegungsrechte kaufen

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Das in Berlin laufende Enteignungsvolksbegehren lehnt die Wohnungswirtschaft ab.

Sie persönlich und Ihr Verband sprechen sich sehr scharf gegen Sozialisierungen aus. Warum?

Ich will gar nicht über die Frage sprechen, ob die Berliner Landesverfassung eine Sperre vor Artikel 15 des Grundgesetzes setzt. Aber bei den 36 Milliarden Euro Entschädigung, die im Raum stehen, mache ich mir Gedanken darüber, welche Wirkungen das hätte. Ich halte andere Schritte für wesentlich günstiger in der Finanzierung und hinsichtlich der Breitenwirkung für viel effektiver. In der Schweiz gibt es Modelle, wo bei einem privaten Hausverkauf dafür gesorgt wird, dass das Objekt wieder an verantwortungsbewusste Eigentümer geht, in Bern sind das zum Beispiel Genossenschaften. Ich glaube nicht, dass die, die verkaufen, wirklich daran interessiert sind, dass genau diejenigen, die im Luxussegment tätig sind und sich schräg am Markt verhalten, dann die Erwerber sind.

Ein Gegenbeispiel ist das Kreuzberger Haus Wrangelstraße 92/93, das eins...

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