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Zehntausende für Freilassung Assanges

Bei Auslieferung in die USA drohen dem Wikileaks-Gründer bis zu fünf Jahre Haft

  • Lesedauer: 2 Min.

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In Sydney protestieren am Freitag Menschen gegen die Verhaftung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange, der Australier ist.
In Sydney protestieren am Freitag Menschen gegen die Verhaftung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange, der Australier ist.

Berlin. Seit der Festnahme von Julian Assange am Donnerstag kursieren im Internet mehrere Petitionen, in denen die Freilassung des Mitgründers der Enthüllungsplattform Wikileaks gefordert wird. Auf der Website change.org haben bereits 41 600 Menschen unterzeichnet. Seine Unterstützer loben Assange dafür, dass er Kriegsverbrechen der USA öffentlich gemacht hat. Zudem betonen sie, dass der Australier ein international geachteter und ausgezeichneter Journalist sei, der keine Falschmeldungen veröffentlicht hätte.

In dem Schreiben werden der australische Premierminister sowie der Außenminister dazu aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Assange entweder in sein Heimatland zurückkehren oder in einen Ort seiner Wahl reisen darf, in dem er in Sicherheit wäre. Assange war am vergangenen Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Quito hatte zuvor das politische Asyl für den 47-jährigen Australier aufgehoben. Nun fordern die USA von der britischen Regierung die Auslieferung des 47-Jährigen. In Großbritannien droht Assange wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen bis zu ein Jahr Haft. In den USA muss er im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verschwörung zum Angriff auf Regierungscomputer mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen.

Eine Gruppe von rund 70 britischen Abgeordneten hat an die Regierung in London appelliert, eine Auslieferung Assanges an Schweden zu ermöglichen, falls Schweden dies verlange. Die Parlamentarier stünden an der Seite der Opfer von sexueller Gewalt, schrieb die Labourabgeordnete Stella Creasy auf Twitter. Die Unterzeichner des Briefes warnten, dass sich derzeit die Medienaufmerksamkeit ganz auf eine mögliche Auslieferung des gebürtigen Australiers an die USA richte. Sie hätten die Eindruck, dass die Behörden der USA und des Vereinigten Königreichs vorab über die Entscheidung Ecuadors informiert wurden, die Schwedens aber nicht.

Derweil ist in Ecuador ein Vertrauter Assanges nach seiner Festnahme angeklagt worden. Der 36-jährige Schwede soll sich wegen mutmaßlicher Angriffe auf Computersysteme vor Gericht verantworten, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Samstag in Quito mitteilte. Er war am Donnerstag in Ecuador festgenommen worden, als er nach Japan ausreisen wollte. Agenturen/nd

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