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Pseudo-Klimakoalition

Simon Poelchau über das auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) beschlossene Bündnis

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Dass weltweit Schüler Freitags für den Klimaschutz auf die Straße statt in die Schule gehen, ist offenbar auch den Finanzministern nicht entgangen, die sich auf der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF trafen. Mit großen Worten kündigten sie an, dass 22 Staaten - darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien - nun eine Klimakoaltion bilden wollen. Irgendwie will man etwa die Subventionen auf klimaschädliche Energieträger herunterfahren.

Doch wer nun fragt, wie, wann und in welchem Maße das alles passieren soll, der wird vergebens auf eine Antwort hoffen. Sonderlich konkret ist die angebliche Klimakoalition nicht geworden. Schaut man sich an, was die sogenannten Helsinki Prinzipien bedeuten, die so etwas wie das Fundament des gemeinsamen Handelns der Koalition sein sollen, findet man nur Aussagen, die eigentlich Selbstverständlichkeiten sein sollten. Etwa, dass die Finanzminister ihre Politik im Hinblick auf die Verpflichtungen des Pariser Klimaschutzabkommen ausrichten wollen.

Insofern wird sich so mancher Schüler, der Freitags für’s Klima streikt, an den Kopf fassen vor lauter Unverständnis gegenüber dem Unwillen der Politik. Aber, hey, es geht noch schlechter: Die USA sind sogar so ignorant, dass sie selbst bei dieser Pseudo-Klimakoalition nicht mitmachen.

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