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Eine Frage der Richtung

Marie Frank über über die Proteste gegen Klimakrise und Kapitalismus

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: 1 Min.

Eins vorneweg: Es ist unglaublich wichtig und dringend überfällig, dass immer mehr (junge) Leute auf die ökologische Krise und die Dringlichkeit ihrer Bewältigung aufmerksam machen. Sei es Fridays for Future oder am Montag die Bewegung Extinction Rebellion - die neu entstehende internationale Bewegung im Politikfeld Klima ist enorm beeindruckend.

Aber: Wie bei allen sozialen Bewegungen nützt noch so viel guter Wille nichts, wenn er nicht mit einer politischen Richtung versehen wird, sonst wird er doch nur wieder in den Dienst der vorherrschenden kapitalistischen Verwertungslogik gestellt. Denn es geht mitnichten nur darum, was jede*r Einzelne tun kann, um das Klima zu retten. Eine solche Politik wird den kapitalistischen Großunternehmen, die systematisch ökologischen Raubbau betreiben, nicht gefährlich, im Gegenteil.

Um daran etwas zu ändern, braucht man mehr als Appelle an die Wirtschaft. Eine Klimabewegung, die nicht zugleich den umweltzerstörerischen Kapitalismus als Ganzes kritisiert, wird diese Welt nicht retten.

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