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Es wird brandgefährlich beim Osterfeuer

Weil es zu wenig geregnet hat, wächst die Waldbrandgefahr - bei frühlingshaftem Wetter wird Warnstufe 4 erwartet

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 3 Min.

In Brandenburgs Wäldern, vor allem nördlich von Berlin und bis in die Prignitz und die Uckermark, ist es staubtrocken. Am Montagvormittag zeigte die Übersichtskarte auf der Website des Landesbetriebs Forst Brandenburg für sechs Landkreise die Waldbrandwarnstufe 3. Erst am Freitag mussten die Feuerwehren bei Brieselang (Havelland) ausrücken, nachdem auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern ein Feuer ausgebrochen war. Auch 500 Quadratmeter Wald waren in Brand geraten.

An und für sich ist erhöhte Waldbrandgefahr auch im Frühjahr nicht komplett ungewöhnlich, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel am Montag dem «neuen deutschland» auf Nachfrage. Zumal zuletzt die kühle Witterung die Gefahr leicht gedämpft habe. «Insgesamt haben wir derzeit eine mittlere Waldbrandgefahr im Norden, doch für diesen Dienstag erwarten wir schon landesweit Warnstufe 3», so Engel. Das trockene und sonnige Frühlingswetter, das sich nun offenbar durchsetze, steigere die Waldbrandgefahr im Land. «Zum Wochenende rechnen wir angesichts von Temperaturen, die die 20 Grad überschreiten sollen, dann schon mit einer hohen Waldbrandgefahr.»

Was für Ausflügler und Touristen so etwas wie ein zusätzliches Ostergeschenk mitten in den Schulferien ist, hat natürlich eine Kehrseite. Halte sich, wie angekündigt, das milde Frühlingswetter mit viel Sonnenschein und anhaltenden mäßigen Winden aus Ost und Nordost, dann könne das Auswirkungen für die zahlreichen Osterfeuer haben. «Die Frage entsteht, ob wir die dann noch so durchführen können», so Engel. Gerade, wenn Wälder in der Nähe sind, sei das zu gefährlich. «Mit dem kleinen privaten Osterfeuer auf dem Laubengrundstück am Waldrand dürfte es wahrscheinlich vorbei sein.» Die Behörden appellierten im Vorfeld an die Bürger, machten auf Gefahren aufmerksam und warnten auch vor unangemeldeten Feuern. Bei erhöhter Warnstufe gelte zudem Rauchverbot, auch offenes Feuer sei verboten, wenn sich in 50 Metern Entfernung ein Wald befinde. «Im Übrigen ist auch die Waldbrandfrüherkennung bereits in Betrieb, die Feuer werden gesehen. Wenn eins lokalisiert wird, wird die Feuerwehr alarmiert. Wer dann mit einem illegalen Osterfeuer erwischt wird, könnte für den Feuerwehreinsatz zur Kasse gebeten werden», warnte der Landesbeauftragte.

Bereits neun Mal habe es seit Jahresbeginn gebrannt. «Insgesamt war bisher eine Waldfläche von 8,4 Hektar betroffen», so Raimund Engel. Beim bisher größten Feuer am 4. und 5. April bei Calau (Oberspreewald-Lausitz) waren rund vier Hektar Wald betroffen. Der oberste Waldschützer des Landes erinnerte an die uferlose Dürreperiode im vergangenen Jahr, insgesamt 512 Mal hatte es 2018 in Brandenburg gebrannt, darunter waren elf Großbrände. Und die Waldbrandsaison war erst im November zu Ende gegangen.

Bisher hatte es Brandenburg pro Jahr - abhängig von der Witterung - im Schnitt mit rund 300 Waldbränden zu tun. Zudem sind die vielerorts vorherrschenden Kiefernbestände besonders anfällig für Brände. Nun ist es einfach zu trocken, es hat seit Wochen zu wenig geregnet, nach einem durchschnittlichen März fiel im April viel zu wenig Niederschlag. «Wir schleppen vor allem das Defizit aus dem vergangenen Jahr und aus dem Winter mit in diese Saison, so Engel.

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