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Blockaden für mehr Klimaschutz

Aktivisten legten Verkehr auf der Berliner Oberbaumbrücke lahm / Auch in London blockierten Hunderte Demonstranten Straßen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion blockierten die Oberbaumbrücke.
Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion blockierten die Oberbaumbrücke.

Berlin. Klimaschützer haben am Montag zeitweise die Oberbaumbrücke zwischen Berlin-Friedrichshain und Kreuzberg blockiert. Sitzend legten die Aktivisten dort den Verkehr am Nachmittag lahm. Nach erfolglosen Verhandlungsversuchen der Polizei ließen sich die Demonstranten ohne größere Gegenwehr am Abend wegtragen. Die Brücke wurde gegen 19.00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Angaben zur Teilnehmerzahl schwankten, auch die Polizei wollte sich diesbezüglich nicht offiziell festlegen. Beobachter berichteten von mehreren Hundert Menschen. Rund um die Brücke habe sich der Verkehr gestaut, teilte die Polizei mit.

Die Demonstration verlief den Angaben zufolge weitgehend friedlich. »Das wichtigste Prinzip bei uns war, dass wir uns gewaltfrei verhalten«, sagte Hannah Elshorst, eine Sprecherin der Bewegung »Extinction Rebellion« in Deutschland, der Deutschen Presse-Agentur. »Das Verhalten von Seiten der Polizei war sehr deeskalativ, wo wir auch sehr dankbar für sind.«

Eine Frage der Richtung
Marie Frank über über die Proteste gegen Klimakrise und Kapitalismus

In mehr als 30 Ländern hatte die Bewegung zu Protesten gegen den Klimawandel aufgerufen. Die Demonstration am Montag sei der Auftakt zu weiteren Aktionen des »zivilen Ungehorsams« im Laufe der Woche, sagte Elshorst im Vorfeld. Eine ebenfalls für Montag geplante Sperrung der Jannowitzbrücke war ausgeblieben.

Die Aktivisten fordern etwa von der Bundesregierung die Ausrufung eines Klimanotstandes. Nur so sei es möglich, »die Wirtschaft auf schnellstem Wege klimafreundlich umzubauen«, erklärte Elshorst. Dies müsse »deutlich vor dem Jahr 2038 geschehen«.

Auch in London blockierten Hunderte Demonstranten am Montag Straßen in der Stadt. Sie legten oder setzten sich mitten in der Stadt auf Straßen und Brücken und protestierten in bunten Kostümen und mit Schildern. Bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen November hatte die Polizei in der britischen Hauptstadt etwa 70 Unterstützer der Bewegung festgenommen.

Weltweit wird derzeit für Klimaschutz protestiert, vor allem von Schülern. Die internationale Bewegung »Fridays for Future« wurde von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg gestartet. In Deutschland fordert das Bündnis etwa, ein Viertel der Kohlekraftwerke noch in diesem Jahr abzuschalten, außerdem eine CO2-Steuer auf klimaschädliche Treibhausgase. Die Proteste sind umstritten, weil Schüler dafür die Schule schwänzen. dpa/nd

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