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Amazon »stinkt wie faule Eier«

Beschäftigte in mehreren Bundesländern streiken für einen Tarifvertrag

  • Lesedauer: 2 Min.

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Streik im Ostergeschäft: Amazon »stinkt wie faule Eier«

Leipzig. Im Arbeitskampf bei Amazon haben in der Nacht zu Dienstag auch die Beschäftigten in Leipzig die Arbeit niedergelegt. Mit Beginn der Nachtschicht starteten sie einen 24-stündigen Ausstand, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Am Montag war bereits an mehreren Amazon-Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz gestreikt worden. Teilweise sollen die Aktionen bis Donnerstag dauern.

Mit dem Streik in Leipzig kämpfe die Belegschaft »für gesündere Arbeitsbedingungen, für Respekt und Anerkennung - und für einen Tarifvertrag«, teilte ver.di mit. »Es stinkt wie faule Eier, wenn das Management öffentlich von Arbeits- und Gesundheitsschutz spricht«, erklärte der Streikleiter bei Amazon in Leipzig, Thomas Schneider. In Wirklichkeit seien »krankheitsbedingte Kündigungen, Ausgliederungsmanagement statt Erhalt der Arbeit am Standort bis hin zum Pausenklau« an der Tagesordnung.

LINKEN-Chef Bernd Riexinger wünschte schon am Montag den Streikenden via Twitter viel Erfolg. Ihre Ausdauer und ihr Kampfgeist seien bewundernswert wie das Mauern von Amazon ein Skandal sei.

An mehreren Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz hatten Beschäftigte die Arbeit bereits in der Nacht zum Montag niedergelegt. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen. Seit Jahren fordert ver.di eine Bezahlung der Beschäftigten des Onlineriesen nach den Tarifen des Einzelhandels. Amazon lehnt dies bislang ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

Lesen Sie hier den Kommentar: Beschwererei - Paula Irmschler fordert Solidarität mit Streikenden.

Ver.di-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger bekräftigte hingegen, die Beschäftigten »geben nicht auf«. »Sie treten auch weiterhin ein für ihr Recht auf einen Tarifvertrag.« Tarifverträge seien ein »Zeichen für Respekt und Anerkennung der Arbeit«. AFP/nd

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