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Im Schatten der Talare

Die Personalstruktur deutscher Unis ist ein problematisches historisches Relikt.

  • Von Karin Zimmermann
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Weltweit und auch hierzulande steigt die Nachfrage nach höherer Bildung. Laut Statistischem Bundesamt fingen noch 2008/09 nur knapp 400 000 Personen ein Studium an, 2017/18 waren es rund 500 000 - 30 Prozent mehr. Und die Hörsaalpopulation wuchs von zwei auf nahezu drei Millionen. Fragt man aber, wer all diese Menschen belehrt, tun sich große Unterschiede zu anderen westlichen Hochschulsystemen auf. Zwar gelten die einst sprichwörtlichen »Talare« nebst ihrem »Muff« seit den 1970ern als exorziert. Doch liegt die Struktur des Lehrpersonals noch immer im Schatten von Prinzipien des 19. Jahrhunderts, für die jene professoralen Umhänge einst symbolisch standen - was für Personal wie Studierende sehr gegenwärtige Folgen hat.

Selbstständigkeit in Lehre und Forschung genießt nur die ökonomisch gesicherte Spitzengruppe der verbeamteten Professor*innen. Im Vergleich mit Ländern wie England, Frankreich und den USA zeigt sich aber, dass diese...


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