Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Hausbesetzer lassen sich von Feuerwehr vom Dach helfen

In der Nähe des Tagebaus Hambach haben Rettungskräfte bei Dunkelheit Aktivisten geholfen

  • Lesedauer: 2 Min.

Merzenich. Die Feuerwehr hat sechs Hausbesetzern im verlassenen Umsiedlungsdorf Morschenich am Tagebau Hambach von einem Dach geholfen. Laut Polizeianganen hatten die Besetzer in der Nacht auf Mittwoch um Hilfe gebeten, weil ihnen bei Dunkelheit und Kälte das Verlassen des Daches zu gefährlich erschien. Nun werde geprüft, ob sie für den Rettungseinsatz bezahlen müssen. Die Polizei erstellte Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs.

Im Gegensatz dazu wollten an Mittwochmorgen zwei andere Besetzer trotz Aufforderung nicht freiwillig vom Dach eines anderen Hauses in der gleichen Straße in Morschenich kommen. Die Polizei holte den Mann und die Frau vom Dach herunter, ebenso eine Frau aus einer Hängematte in einem Baum. Laut Polizei Aachen hatten sich die beiden vom Dach geholten Aktivisten noch dort die Fingerkuppen verklebt, um die Identitätsfeststellung zu erschweren. Die Drei wurden in Gewahrsam genommen. Gegen sie wird wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Das zweite Haus hatte die Polizei erst am Dienstag mit größerem Aufwand geräumt.

Die besetzten Häuser gehören dem Energiekonzern RWE, der das Dorf für den Tagebau Hambach in Anspruch nehmen möchte. In Umsiedlungsdörfern am Hambacher Forst kommt es immer wieder zu Besetzungen von verlassenen Häusern. Aus Protest gegen drohende Rodungen ist der Wald am Tagebau Hambach seit Jahren von Aktivisten besetzt. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln