Gründünger auf dem Teller

Die Süßlupine, bislang eher Landwirten und Gärtnern vertraut, mausert sich zum Lebensmittel

  • Von Anke Nussbücker
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Nicht nur für Gartenfreunde eine Freude: Lupinen machen auch die Speisekarte bunter.

Viele kennen die blaue, violette, gelbe, weiße oder rosa Lupine bisher nur als schöne, kerzenförmig hochblühende Pflanze am Wegesrand. Bislang wird sie meist zur Verbesserung der Bodenqualität gesät, denn sie hat die Fähigkeit, den Boden mit Stickstoff für nachfolgende Nutzpflanzen anzureichern. Nach besonderen Züchtungen konnte man die Süßlupine zudem direkt als Futtermittel verwenden. Und seit einigen Jahren werden ihre erbsenähnlichen Samen auch als Nahrungsmittel für den Menschen erkoren. Die Bezeichnung »süß« bezieht sich hier nicht auf den Geschmack der in Hülsen reifenden Früchte, sondern sie weist darauf hin, dass giftige Bitterstoffe aus der Pflanze fast herausgezüchtet wurden.

Lupinen gehören innerhalb der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchte, auch als Leguminosen bezeichnet. Wie andere Hülsenfrüchte, etwa Erbsen, Linsen oder Bohnen, zeichnen sich Lupinensamen durch einen hohen Pro...

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