Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Die Vergessenen von Rana Plaza

Bangladesch will ausländische Fabrikinspektoren des Landes verweisen

  • Von Philipp Hedemann, Dhaka
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

»Mach Dir keine Sorgen, Mama. Wenn die Risse gefährlich wären, würden sie uns ja nicht in die Fabrik lassen«, sagte Shonjeet zu seiner Mutter. Dann ging er zur Arbeit. Eineinhalb Stunden später stürzte die Rana-Plaza-Textilfabrik in Sabhar, einem Vorort von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, ein und begrub Tausende Arbeiterinnen und Arbeiter unter sich. 2438 Menschen wurden verletzt, 1135 Menschen starben, der 19-jährige Shonjeet war einer von ihnen. Am Mittwoch jährte sich der Einsturz zum sechsten Mal. Während viele der Überlebenden noch immer unter den Folgen leiden, will Bangladesch internationale Inspektoren, die weitere Katastrophen verhindern sollen, des Landes verweisen.

»Dem Fabrikbesitzer war sein Profit wichtiger als das Leben Tausender Arbeiter. Für ihn waren es gar keine Menschen. Sonst hätte er sie doch gar nicht in die Fabrik gelassen, nachdem die Risse aufgetaucht waren«, sagt Shonjeets Mutter Shunno Balas in ihrer Wel...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.