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Trotz Epidemie, Boxstar und Bischöfen

Die Bevölkerung auf den Philippinen misstraut den Masernimpfungen

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf den Philippinen grassiert eine Masernepidemie. Im März waren bereits 15 000 Menschen an Masern erkrankt und 248 an der vermeidbaren Infektionskrankheit gestorben. »Die Zahl der Fälle steigt immer weiter«, warnt Eric Domingo, Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, gegenüber philippinischen Medien und betont: »Wir setzen unsere intensive Kampagne zur Impfung der gefährdeten, ungeschützten Kinder fort.«

Der Grund für die sich rasant ausbreitende Epidemie ist erschreckend: Eltern boykottieren die kostenlosen Masernimpfungen ihrer Kinder. Zu tief sitzt die Angst vor Impfstoffen, seit der bei einer Massenkampagne gegen das gefährliche Denguefieber eingesetzte Impfstoff Dengvaxia im Verdacht steht, am Tod von 14 Kindern schuld zu sein. 68 Prozent der Philippiner misstrauen Impfstoffen, wie eine 2018 durchgeführte Umfrage der London School of Hygiene and Tropical Medicine ergeben hat.

Ende 2017 wurde das Impfprogramm abgebrochen, nachde...


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