Werbung

Pedro Sánchez ist am Zug

Martin Ling über Spanien nach den Parlamentswahlen

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Sozialdemokrat Pedro Sánchez ist Sieger der Parlamentswahlen in Spanien. Für das Land gewonnen ist damit noch nichts, außer, dass eine Dreier-Rechts-Regierung nach dem Modell Andalusien Spanien erspart bleibt. Sánchez' Kalkül mit den vorgezogenen Wahlen ist aufgegangen. Seine guten Umfragewerte als Mann des nüchternen Verstands, umgeben von erhitzten spanischen Nationalisten und katalanischen Unabhängigkeitsbefürwortern, haben sich an den Wahlurnen in einen Sieg für die PSOE umgesetzt.

Sánchez hat nun zwei rechnerische Alternativen: Eine Allianz mit den nationalliberalen Ciudadanos (Bürgern) würde ebenso zu einer absoluten Mehrheit genügen, wie ein Dreierbündnis mit der Linkspartei Unidas Podemos und den katalanischen Linksrepublikanern ERC, die in Katalonien erstmals eine Wahl gewannen.

Wenn Sánchez mutig ist, wird er für ein linkes Dreierbündnis kämpfen. Dafür bedarf es eines Kompromisses mit der ERC, für den sich beide Seiten bewegen müssten. Zielt Sánchez hingegen darauf ab, mit Ciudadanos ein Mitte-Rechts-Bündnis zu schmieden, wird der Katalonien-Konflikt weiterhin Spaniens Entwicklung überschatten. Und nicht alle Aspekte sind daran so positiv zu bewerten wie die Rekordwahlbeteiligung von über 75 Prozent. Dass es in Spanien bei Wahlen derzeit um grundlegende Richtungsentscheidungen geht, haben die Wähler dort begriffen. Zu treffen hat sie nun zuvorderst Pedro Sánchez.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!