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«Sie war ein sehr lustiges Mädchen»

Janko Lauenberger hat sich auf die Spur seiner berühmten Vorfahrin, dem Sinto-Mädchen Unku, begeben

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Seit ich mich erinnern kann, war da immer dieses kleine rote Buch. Früher hatte es meiner Großmutter gehört. Jetzt liegt es in dem schmalen Holzregal über meinem Bett: ›Ede und Unku‹.« Und an anderer Stelle schreibt Janko Lauenberger: »Wer mich damals nach meiner Herkunft fragte, tat dies aus Interesse … die Blicke der Menschen waren weich. Die Blicke, die mir heute begegnen, sind oft unfreundlich und bohrend.« Sinti und Roma sind - mal wieder - nicht gelitten in diesem kalten, unfreundlichen Deutschland.

Eine halbe Million »Zigeuner« wurden von den deutschen Faschisten ermordet. Unter ihnen Unku, die zwischen dem 23. März und dem 15. April 1944 in Auschwitz starb, 24 Jahre jung, ermordet mit ihren beiden kleinen Töchtern. Grete Weiskopf hat ihr in dem 1931 unter dem Pseudonym Alex Wedding (nach dem Berliner Arbeiterbezirk) erschienenen berühmten Kinderbuch ein Denkmal gesetzt, nicht ahnend das grausige Schicksal, das dem Zigeuner...


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