Die einen nannten ihn den Marxtöter

Hermann von Berg tot

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es war der dritte Akt einer Aufführung, die bis heute Rätsel aufgibt, als der »Spiegel« Anfang 1978 titelte: »Was ist los in der DDR?«. Zuvor hatte das Magazin das »Manifest der ersten organisierten Opposition« veröffentlicht, in zwei Teilen meldeten sich »humanistisch und demokratisch denkende Kommunisten« zu Wort, die sich »illegal in einem Bund Demokratischer Kommunisten Deutschlands« organisiert hätten.

Die Aufregung war entsprechend groß. Im Westen sah man die Entspannungspolitik bedroht, im Osten den Führungsanspruch der SED, die harsche Kritik an der autoritären Parteibürokratie sickerte über den Umweg der Westmedien auch in die DDR. Welche Rolle spielte Moskau womöglich? Steckten Geheimdienste dahinter, und wenn ja: wessen?

Hermann von Berg hat stets darauf best...


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