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Gefährlicher Präzedenzfall

Niklas Franzen über die Polizei-Debatte zum »Fusion«-Festival

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Die Polizei fordert erstmals in der Geschichte des linken »Fusion«-Festivals, eine Station auf dem Gelände einzurichten - angeblich als Sicherheitsmaßnahme. Doch es ist klar, was wirklich dahintersteht: Die Fusion wird maßgeblich von linken Bewegungen organisiert und gilt als größte Einnahmequelle der Szene. Das ist vielen schon länger ein Dorn im Auge.

Laut dem Polizeipräsidenten in Neubrandenburg ist eine »Beteiligung politischer, in Teilen hoch gewaltbereiter Personen« zu erwarten. Wer das Festival schon einmal besucht hat, weiß, dass diese Aussage jeglicher Grundlage entbehrt. Mehr noch: In Zeiten, in denen gewaltbereite Nazihorden mit Genehmigung der Behörden durch Plauen marschieren, ist die Aussage kaum an Zynismus zu überbieten: Der Feind steht links.

Der Angriff auf die »Fusion« könnte sich zu einem gefährlichen Präzedenzfall entwickeln und weitere Angriffe auf Orte der Selbstverwaltung und alternativen Kultur nach sich ziehen.

Sollte es wirklich gelingen, eine Polizeiwache auf dem Gelände einzurichten, wird das Festival laut den Veranstalter*innen in den nächsten Jahren nicht mehr stattfinden. Das Ende der »Fusion« wäre für die Region fatal: Denn Festivals wie die »Fusion« sind in ländlichen Gebieten ein lautes und buntes Gegengewicht zum dörflich-rechten Mainstream.

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