Werbung

Mehr als ein paar Eisbären

Haidy Damm über den weltweiten Artenschwund

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ist ein Problem zu groß und global, sind Lösungen schwierig. Das ist bei der Klimakrise nicht anders als beim Artensterben. Dabei geht es längst um mehr als ein paar Eisbären oder die Anzahl der toten Insekten auf der Autoscheibe. Rund eine Million Arten sind laut dem Weltbiodiversitätsrat vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den kommenden Jahrzehnten. Das hat nichts mit der herkömmlichen Evolution zu tun.

Der Mensch ist der Hauptverursacher dieser Entwicklung. Der UN-Bericht listet Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei und Jagd als Gründe für das Artensterben auf. Der Bericht will aufrütteln und gleichzeitig vermitteln: Es ist noch nicht zu spät. Wenn allerdings die Forschungsergebnisse nur dazu genutzt werden, Ziele statt Maßnahmen zu formulieren, dann ist nichts gewonnen. Am Beispiel Deutschland zeigt sich: Weder im Verkehrssektor noch in der Landwirtschaft ist eine Kehrtwende in Sicht. Es ist an der Zeit, auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu überlegen, was ein Umdenken konkret bedeutet. Dazu gehört die Abschaffung des kapitalistischen Denkens in allen Bereichen und ein Ende der Erzählung, ökonomisches Wachstum sei Teil der Lösung. Dazu gehört auch ein Ende der Überzeugung, der Mensch sei die Krone der Schöpfung.

Die andere Möglichkeit ist, in ein fatalistisches »Weiter so« zu verfallen. Dabei verliert am Ende auch der Mensch. Dem, was dann von der Erde übrig bleibt, ist das schnuppe.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!