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Sehr verständlich: »Oceane« von Detlev Glanert an der Deutschen Oper Berlin

  • Von Maximilian Schäffer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Mehrwegopern sind dieser Tage selten. Der staatliche Kulturbetrieb fördert Subjektivität und heiße Luft zur einmaligen Aufführung. Weil die Diskurslosigkeit des ewigen »Ich-ich-ich!« sich so hervorragend zur Herrschaftssicherung eignet, finanziert man durch Steuern Befindlichkeiten, die man als allerletzte Ontologien verkauft. Gendersternchen am Identitätshimmel 2019.

Beat Furrer lieferte im Januar für die Staatsoper Berlin »Violetter Schnee«, das zwei Stunden lang diffus depressiv tönte: Klangflächen ohne Narration und Position, weil man sich um die arbeitende Bevölkerung nicht mehr kümmern muss. Ebenso schwurbelte Peter Sloterdijks »Babylon«-Libretto im März durch den Äther des wichtigsten Musiktheaters der Hauptstadt - esoterischer Klimbim mit supersynkretischer Symbolik. Floppte schon in München, floppte wieder in Berlin. Die, die den ganzen »Scheißdreck« eigentlich bezahlen, gucken statt solcher Stücke Superhelden in 3D und wählen...


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