Ungeheurer Aderlass

Lesen gegen Vergessen

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Als DDR-Bürger hat man sich nicht vorstellen können, dass eines Tages an ostdeutschen Universitäten das Burschenschaftsunwesen aufersteht, neonazistischer Ungeist durch die Gesellschaft wabert und wieder Jagd auf Menschen gemacht wird.

Am 10. Mai 1933 loderten in deutschen Universitätsstädten Scheiterhaufen. Unter Grölen und Gelächter wurden Bücher der von den neuen Machthabern verfemten deutschen und ausländischen Autoren ins Feuer geworfen. Darunter Werke von Karl Marx und Franz Mehring, Rosa Luxemburg, Gustav Landauer und Max Hoelz, Maxim Gorki, Anna Seghers und Erich-Maria Remarque, Ernest Hemingway, Upton Sinclair, Jack London, Bert Brecht und Heinrich Heine, der schon prophezeit hatte: »Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.«

Opfer tumben Deutschtums wurde auch der feinsinnige Philosoph und Kulturkritiker Walter Benjamin, im September ’33 nach Frankreich und von dort nach Spanien geflüchtet; verzweife...

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