»Reichsbürger« wurden nicht entwaffnet

Görlitz. Mit Kritik hat die sächsische LINKE-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz auf den Waffenbesitz von »Reichsbürgern« im Landkreis Görlitz reagiert. »Glaubt der Landkreis denn allen Ernstes, dass Reichsbürger, die diesen Staat nicht anerkennen, zu genau diesem Staat rennen und darum bitten, ihre Waffen abgeben zu können, die sie besitzen, um sich gegen unliebsame Vertreter dieses Staates zu wehren?«, sagte Köditz dem »Tagesspiegel« (Online). In Zeiten wachsender Terrorgefahr durch Neonazis könne nicht damit gerechnet werden, dass diese ihre Waffen freiwillig abgeben. Die »Sächsische Zeitung« hatte zuvor berichtet, dass im Landkreis Görlitz »Reichsbürger« nicht entwaffnet werden. Dabei hätten acht »Reichsbürger« oder Rechtsextreme den kleinen Waffenschein beziehungsweise Waffenbesitzkarten. Das Landratsamt hatte sein Verhalten damit begründet, dass sich gegenüber der Waffenbehörde des Landkreises Görlitz bisher keine Person als sogenannter »Reichsbürger« oder Rechtsextremer zu erkennen gegeben habe. epd/nd

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