Werbung

Festnahmen auf LGBT-Demonstration in Havanna

Protest richtet sich gegen Absage der jährlichen Parade

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zahlreiche Menschen beteiligen sich am Samstag an einer unangemeldeten Demonstration in der kubanischen Hauptstadt für Schwule, Lesben und Transsexuelle (LGBT). Die Gruppe zog vom Stadtzentrum rund 500 Meter bis zur Uferpromenade Malecón, wo die Polizei den Zug stoppte.
Zahlreiche Menschen beteiligen sich am Samstag an einer unangemeldeten Demonstration in der kubanischen Hauptstadt für Schwule, Lesben und Transsexuelle (LGBT). Die Gruppe zog vom Stadtzentrum rund 500 Meter bis zur Uferpromenade Malecón, wo die Polizei den Zug stoppte.

Havanna. In Kuba hat die Polizei einen ungenehmigten Demonstrationszug von LGBT-Aktivisten schon nach wenigen hundert Metern aufgelöst. Die etwa 100 Teilnehmer hatten am Samstag gegen die Absage der offiziellen Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Menschen protestiert. Mindestens drei Demonstranten wurden festgenommen.

Unter Rufen wie »Diverses Kuba« und mit wehenden Regenbogenfahnen waren die Teilnehmer eine Straße im Zentrum von Havanna entlang gezogen. Nach nur 400 Metern wurden sie von der Polizei gestoppt, die den Protestzug auflöste. Der 31-jährige Laydel Alfonso kritisierte die Polizei für ihr Vorgehen. »Ich glaube nicht, dass das richtig ist, denn wir tun hier nichts Verbotenes«, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Ein anderer Teilnehmer sagte gegenüber Euronews empört: »Das ist kein politischer Protest, das ist nicht unsere Absicht. Wir stehen hinter Fidel Castro, der Revolution und allen anderen, obwohl sie uns den Rücken zukehren. Wir wollen zeigen: Yes, we can!«

Mit ihrem Marsch hatten die Teilnehmer gegen die zuvor verkündete Absage der eigentlichen Parade gegen Homophobie protestieren wollen, die seit zehn Jahren mit offizieller Genehmigung stattfindet. Ihr Ausrichter ist das Nationale Zentrum für Sexuelle Erziehung (Cenesex), das zum kubanischen Gesundheitsministerium gehört. Zur Begründung der Absage hatte die Behörde auf »neue Spannungen im internationalen und regionalen Zusammenhang« verwiesen. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!