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Die Ikone der Suchenden

Fabiola Lalinde hat beharrlich das Schicksal ihres vom kolumbianischen Militär ermordeten Sohnes aufgeklärt

  • Von Knut Henkel, Medellín
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

»Operación Ciriri« heißt der Dokumentarfilm, den Fabiola Lalinde als das Vermächtnis ihres langjährigen Kampfes für Gerechtigkeit bezeichnet. »Es ist mein Beitrag, um das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen in Kolumbien zu ächten und er soll den Menschen Mut machen, die ein ähnliches Schicksal wie ich teilen«, sagt die 81-Jährige mit fester Stimme. Fabiola Lalinde ist eine kleine, zierliche Frau, die gern Blusen mit einem Pullunder kombiniert und meist eine Perlenkette zur obligatorischen Brille trägt.

So kennen sie ihre Mitstreiter, deren wichtigste Adriana Lalinde ist, die gleich um die Ecke von dem Altenheim wohnt, in dem ihre Mutter seit Anfang 2018 untergebracht ist. »Ich habe mit dem Film erreicht, was ich immer wollte - Luis Fernando ist nun unsterblich. Sein Schicksal ist in der Geschichte Kolumbiens festgehalten«, sagt die rüstige Dame. Ihr einst brillantes Gedächtnis funktioniert nicht mehr ganz so gut. Ein Grund,...


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