Hügelgrab gegen Aldi

Discounter will Lager bei Hamburg bauen - stoppt Denkmalschutz das Projekt?

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Noch starten die Lastwagen, die 80 Aldi-Filialen im norddeutschen Raum beliefern, in Seevetal, einer Gemeinde in Niedersachsen, nicht weit von Hamburg gelegen. Das Lager werde modernen Anforderungen jedoch nicht mehr gerecht, meint das Unternehmen. Es hatte schon vor geraumer Zeit einen neuen Standort gesucht und gefunden.

In Stelle, nur sechs Kilometer von Seevetal entfernt, soll ein neues Logistikzentrum gebaut werden. Auf dem dafür vorgesehenen Areal aber liegt ein Grabhügel aus der Jungsteinzeit. Und der darf nicht einfach plattgemacht werden.

Bislang bewahrt der Denkmalschutz den Bestattungsplatz vor der Baggerschaufel. Doch die Gemeinde Stelle hat bereits beantragt, der Landkreis Harburg möge diesen Status aufheben. Begründung: Das Aldi-Vorhaben sei von »öffentlichem Nutzen«, werde zum Wohl der Kommune beitragen, unter anderem durch die Gewerbesteuer.

Dass die Kreisverwaltung den Wunsch der Gemeinde ablehnt, hofft die Bürgerinitiat...

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