Ein Fressen für »Finanzhaie«

Zehn Jahre nach der Einführung von Bad Banks in Deutschland sind diese noch immer hilfreich - und umstritten

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mitte Mai 2009 war die Lage im Finanzsystem immer noch bitterernst: Zwar hatte die Bundesregierung nach dem Lehman-Crash mit mehreren Maßnahmen den deutschen Bankensektor notdürftig stabilisiert, »jedoch ist bis heute das nötige Vertrauen zwischen den Marktteilnehmern noch nicht vollständig zurückgekehrt«, wie es das Bundesfinanzministerium in einer Stellungnahme ausdrückte.

Grund für die weiter bestehende Angst vor einem Infarkt waren große Bestände an Schrottpapieren, die in den Bilanzen von Kreditinstituten, Finanzholdings und deren Tochterunternehmen schlummerten. Dabei handelte es sich um Wertpapiere, deren Bonität als sehr niedrig eingestuft wurde. Es war unsicher, ob die Banken ihr investiertes Geld jemals wieder zurückbekämen. Für Abhilfe sollte daher eine lange Zeit umstrittene Maßnahmen sorgen: die Schaffung von sogenannten Bad Banks (schlechten Banken). Dabei handelt es sich um Zweckgesellschaften, die nicht den für Banken ü...


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