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Einsam erst, indem sie liebt

Im Kino: Der japanische Anime »Maquia« thematisiert die Zeit, das Altern, das Sterben und die Liebe

  • Von Felix Bartels
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Blau ist eine dankbare Farbe. In der Natur scheint sie den fernen und weiten Dingen vorbehalten. Insofern ist das dominante Blau in dem neuen japanischen Anime »Maquia« nicht allein der gefälligen Anschauung wegen da, es korrespondiert dem Thema des Films, Geburt und Tod, Vergänglichkeit und Fortleben. Wie typisch für Anime sind die Hintergründe feiner gestaltet als die Figuren, in denen der traditionelle Zeichenstil bewahrt wird. Auf die Art vermittelt das Genre zwischen Effekt und ästhetischer Tradition.

In einem hoch gelegenen, einsamen Ort wohnen die Menschen von Lorph, die ein langes Leben ohne körperlichen Verfall erreichen. Das Leben dreht sich fast vollends um eine physische Tätigkeit, die gleichsam metaphysischen Charakter erhält: Jeder Bewohner webt beständig ein Tuch, wobei der vertikale Kettenfaden für den unveränderlichen Fluss der Zeit steht, während der horizontale Durchschussfaden die Gefühle, Gedanken, Erinnerungen bede...


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