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Kiel erklärt den »Klimanotstand«

Initiatoren streben an, dass die Landeshauptstadt vor 2050 klimaneutral wird und damit früher als geplant

  • Lesedauer: 2 Min.

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Auch in Kiel gibt es «Fridays For Future».
Auch in Kiel gibt es «Fridays For Future».

Kiel. Als eine der ersten Städte in Deutschland hat auch Kiel den sogenannten Klimanotstand verkündet. Die Ratsversammlung beschloss am Donnerstag einen entsprechenden Antrag, den die Kooperationspartner SPD, Grüne und FDP sowie Die Fraktion eingebracht hatten. »Das ist ein starkes Signal der Landeshauptstadt für den Klimaschutz«, sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Initiatoren streben an, dass Kiel vor 2050 klimaneutral wird und damit früher als geplant. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) unterstützte das Ziel. Kiel ist die erste Landeshauptstadt in Deutschland, die den Klimanotstand ausruft.

Konstanz in Baden-Württemberg war die erste Stadt in der Bundesrepublik, die das tat. Am Mittwoch folgte Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. In anderen Städten gibt es Aufrufe, diesen Beispielen zu folgen, darunter auch in Berlin.

Die Linksfraktion fordert die Ausrufung des bundesweiten Klimanotstands durch den Bundestag. Einen entsprechenden Antrag beschlossen die Abgeordneten am Dienstag. Verbunden ist dies mit der Forderung nach der umgehenden Verabschiedung eines nationalen Klimaschutzgesetzes.

Mit der Ausrufung des Klimanotstands, wie sie die internationale Schüler-Bewegung Fridays for Future fordert, würde Deutschland dem Beispiel Großbritanniens und Irlands sowie zahlreicher Städte folgen. International sind dies unter anderem Basel, Oakland und Vancouver. Agenturen/nd

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