Von Mossadegh bis Adlerklaue

Seit Jahrzehnten kämpfen Regierungen der USA mit und gegen Iran um Einfluss im Mittleren Osten.

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Als man noch verhandelte: Vorbereitung zu einer Konferenz im Anschluss an die Wiener Atomgespräche

Was erwartet die US-Regierung eigentlich von Iran? Auf diese Frage antwortete Außenminister Mike Pompeo diese Woche in Sotschi schlicht: »Wir wollen, dass sich Iran wie ein normales Land verhält. Wenn aber (US)-amerikanische Interessen angegriffen würden, dann würden sich die USA wehren.« Eine vielleicht recht spontane Äußerung, doch sagt sie einiges aus über das Grundverständnis von US-Außenpolitik im allgemeinen und gegenüber den Ländern des Mittleren Ostens im besonderen.

Der Raum zwischen der Türkei und Ägypten im Westen und der Arabischen Halbinsel und Iran im Osten zählt seit Ende des zweiten Weltkriegs immer zu jenen Regionen der Welt, für die die Vereinigten Staaten »strategische Interessen« reklamierten. Die gewaltigen Energievorräte der Region haben dabei stets eine herausragende Rolle gespielt. Über diese Ressourcen wollte und will Washington mitbestimmen. Denn damit kontrolliert es nicht nur eigene, sondern auch Energi...

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