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Zeckengefahr mit steigender Temperatur

Richtiger Schutz und Maßnahmen im Ernstfall

  • Von Carsten Sellmer, IDEAL-Gesundheitsexperte
  • Lesedauer: 3 Min.

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Zecken sind Parasiten und ernähren sich vom Blut des Menschen und der Tiere. Durch ihre Krallen und Haftkissen halten sie sich dort fest. Stechen die Zecken zu, können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen werden. Daher ist es so wichtig, sich zu schützen.

Zecken mögen vor allem Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Wälder, schattige Wiesen und Waldränder. Aber auch einzelne Baumgruppen, Büsche sowie Gärten oder Bäche gehören zu bevorzugten Gebieten. Um einen Ausflug in die Natur oder Gartenarbeit ungehindert von Zeckenbissen genießen zu können, ist zu empfehlen:

- Auf festen Wegen bleiben und Unterholz sowie hohe Gräser meiden.

- Mückenschutzsprays mit den Wirkstoffen Icaridin oder DEET auf Haut und Kleidung auftragen (dieser Schutz hält aber nur wenige Stunden an).

- Anschließend unbedingt den ganzen Körper nach Zecken absuchen! Sie stechen nicht sofort, sondern suchen oft stundenlang nach einer geeigneten Einstichstelle. Füße, Waden, Kniekehlen, Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeuge und Bauchnabel sind dabei besonders beliebt.

Hat sich die Zecke bereits festgekrallt, sollte sie sofort entfernt werden. Dazu mit einer speziellen Zeckenzange den Parasit so nah wie möglich an der Haut mit einem vorsichtigen und gleichmäßigen Zug senkrecht hinausziehen. Dies verhindert ein Quetschen der Zecke und somit auch die Freigabe von möglicherweise gefährlichen Erregern. Anschließend sollte die Wunde mit Desinfektionsmittel gereinigt werden, da für den Wundheilungsprozess eine saubere, keimfreie Wunde wichtig ist.

Es ist schnell zu handeln, denn die Borrelien werden erst nach etwa 12 Stunden aus den Speicheldrüsen der Zecke in die Stichwunde übertragen. Auch sollte anschließend die Einstichstelle weiter beobachtet werden. Wer dort nach einigen Tagen eine Rötung bemerkt oder unter grippeartigen Symptomen und Fieber leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.

Bei einer Borreliose ist eine Behandlung mit einem Antibiotikum erforderlich. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Infektion des ganzen Körpers kommen und damit zu dauerhaften Schäden an Nerven, Gelenken und Herz.

Welche Symptome weisen auf eine Borreliose-Infektion hin? Hautrötung (sogenannte Wanderröte): typischerweise ringförmig mit blassem Farbton in der Mitte, kann aber auch großflächig oder streifenförmig sein und bis zu mehreren Wochen nach einem Stich auftreten, Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Seltener ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, bekannter unter der Bezeichnung FSME, die ebenfalls von Zecken übertragen wird. Das Virus ist eher im süddeutschen Raum verbreitet. Das Robert-Koch-Institut informiert auf seiner Website, wo diese Gebiete liegen. Diese Viruserkrankung greift das Nervensystem an.

Die ersten Symptome verlaufen mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ähnlich wie bei einer Grippe, treten allerdings erst ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich auf. In besonders schweren Fällen kann die Krankheit zu Nerven- und Hirnhautentzündungen führen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Schutzimpfung für jene, die sich in Risikogebieten aufhalten. Wer einige Tage nach einem Zeckenstich entsprechende Symptome bemerkt, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

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