Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Keine Ghetto-Rente für Roma aus Serbien

Das Berliner Sozialgericht hat die Klage einer Roma-Frau auf Rentenzahlung für frühere Arbeit in einem Nazi-Ghetto abgewiesen. Zur Begründung hieß es, in Serbien und Mazedonien habe es während der NS-Besatzung keine Ghettos für Roma gegeben. Das habe ein Gutachten eines Sachverständigen ergeben, teilte das Sozialgericht am Montag mit. Daher habe die damals sechs bis zehn Jahre alte Klägerin keinen Anspruch auf eine entsprechende Rente. Das Gericht zweifelte auch an den wahrheitsgemäßen Angaben zu dem Fall. Die Erklärungen der Frau und anderer Kläger stünden »weder in Einklang mit den historischen Fakten«, noch sei »eine individuelle Wiedergabe« zu erkennen. Es sei denkbar, »dass der Klägerin und anderen Antragstellern vorgefertigte Erklärungen ohne Bezug zum individuellen Verfolgungsschicksal zur Unterschrift vorgelegt« worden seien. Die Frau hatte angegeben, als Kind von April 1941 bis September 1944 zwangsweise in dem serbischen Dorf Smederevska Palanka gelebt zu haben. Dort sei sie von deutschen Soldaten bewacht worden. Um nicht zu verhungern, habe sie auf dem Feld gearbeitet und Vieh versorgt und dafür Lebensmittel erhalten. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln