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Der Druck des Aktionärs

Zeitungskrise nach Hausmacher Art: Russische Zeitung »Kommersant« verliert ihr Politik-Ressort

  • Von Ewgeniy Kasakow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Moskauer Tageszeitung »Kommersant« ist eine der wichtigsten des Landes, bekannt vor allem für ihren Wirtschaftsteil. Bürgerlich-konservativ ausgerichtet, ist sie mit der »FAZ« hierzulande vergleichbar, allerdings gehört sie keiner Stiftung, sondern ist in Privatbesitz. Erst gehörte sie dem Oligarchen Boris Beresowski, 2006 wurde der russisch-usbekische Dollar-Milliardär Alischer Usmanow Eigentümer. Er ist der Generaldirektor des Gazprom-Tochterunternehmens Gazprominvestholding. Das hat eine ganz besondere Personalpolitik zur Folge: Nun hat die Zeitung ihr gesamtes Innenpolitik-Ressort verloren.

Grund ist ein Artikel, der 17. April in »Kommersant« erschien, in dem darüber informiert wurde, dass Walentina Matwijenko, die Vorsitzende des Föderationsrates, dem Oberhaus des russischen Parlaments, demnächst ihren Posten räumen soll und zwar für Sergei Naryschkin, dem Chef des Auslandgeheimdienstes. Einen Monat später, am vergangenen Monta...


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