Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Mein Freund, der Schmerz

Wie übersteht man einen Supermarathon? 74 Kilometer Rennsteiglauf im Selbstversuch

  • Von Fabian Goldmann
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Erst röchelt es leise. Dann beginnt es zu knattern. Bis ein voluminöses Röhren einsetzt, das selbst den Boden unter mir zum Vibrieren bringt. Fünf Sekunden Pause. Fünf Sekunden Hoffnung auf ein paar Stunden Schlaf. Dann beginnt das Schnarchen im Klassenzimmer 302 des Eisenacher Elisabeth-Gymnasiums von Neuem.

Der schönste Ultramarathon Deutschlands soll es sein. Der härteste Massencrosslauf Europas. Drei Monate habe ich trainiert. Hunderte Trainingskilometer allein durch Wald und Regen. Der lange anvisierte Höhepunkt meiner dreijährigen Läuferlaufbahn. Und nun um 23.45 Uhr, weniger als vier Stunden bevor die ersten Wecker in der Gemeinschaftsunterkunft zum Frühstück klingeln, etwas mehr als sechs Stunden vor dem Start, droht das Projekt Rennsteiglauf zu scheitern. Wegen eines flatternden Gaumensegels auf der Isomatte nebenan.

Als ich mich ein paar Monate zuvor für die 73,9 Kilometer angemeldet hatte, rechnete ich mit ganz and...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.