Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Anschluss statt Vereinigung

Zum Beitritt der DDR nach Artikel 23 des Grundgesetzes hätte es Alternativen gegeben, sagt die Schriftstellerin

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

«Artikel 23 - Kein Anschluss unter dieser Nummer! - unter diesem Motto demonstrierten Anfang 1990 nicht nur Anhänger der SED-Nachfolgerin PDS, sondern auch Bürgerrechtler gegen einen bloßen Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Sie selbst waren Gründungsmitglied der Oppositionsgruppe »Demokratischer Aufbruch«, hatten sich zu der Zeit aber schon aus ihr zurückgezogen. Wie haben Sie damals die Vereinigungsdebatte erlebt?

Der »Demokratische Aufbruch« hat sich in seiner Anfangsphase noch gegen die Unterstellung verwahrt, er wolle »die DDR in kapitalistische Verhältnisse zurück reformieren«. Aber im Laufe des Herbstes 1989 hat er sich nach erheblichem Mitgliederzuwachs aus Sachsen und Thüringen immer mehr der dominanten CDU-Linie angeschlossen. Die Positionen purzelten durcheinander, die Bündnisse sortierten sich neu. In der »Allianz für Deutschland« vertrat der DA nun oft gegensätzliche Positionen wie Bündnis 90, als...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.