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Frech und froh

Jürgen Kieser gestorben

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

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Wer in der DDR aufgewachsen ist, kennt sie mit Sicherheit: die Mäuse Fix und Fax, die jahrzehntelang die Kinderzeitschrift »Atze« bevölkerten. Jeden Monat, seit 1958, erschien eine Comicgeschichte mit den Mäusejungs, mit Abstand die größte Attraktion des 20-Pfennig-Hefts. Der Kopf dahinter war Jürgen Kieser. Nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst Werbegrafiker, wurde er Anfang der 50er Jahre Pressezeichner und landete schnell bei den Publikationen, die sich an Kinder richteten - »Trommel«, »Schulpost«, »Frösi« und eben und vor allem »Atze«. Hefte und Sammelbände werden von Fans bis heute gehandelt, obwohl »Atze« 1991 eingestellt wurde. Kieser zeichnete auch für die allseits beliebte Wochenzeitung »Wochenpost« und für die Illustrierte »NBI«, aber mit Fix und Fax ist sein Name dauerhaft verbunden. Er entwickelte einen unverkennbaren, zeit- und schnörkellosen Stil und schrieb auch die prägnanten, im lakonischen Wilhelm-Busch-Sound gereimten Texte: über Flugversuche, Reisen, Missgeschicke, Streiche. Kleine Abenteuer des Alltags, gern auch mit pädagogischem Hintersinn. Und mancher bleibenden Lehre fürs Leben - etwa, wie man mit zwei eigentlich zu kurzen Brettern einen Wassergraben überwinden kann.

Am Montag ist Jürgen Kieser im Alter von 97 Jahren gestorben.

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