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»Extrem coole Aktion«

Im Juni will »Fridays for Future« im Rheinischen Revier demonstrieren - parallel zu Aktionen von »Ende Gelände«

  • Von Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: 3 Min.

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Schon in einem Monat will die »Fridays-for-Future«-Bewegung erneut für internationale Schlagzeilen sorgen. Dafür hat sich die Schülerbewegung einen der umstrittensten Zankäpfel in Sachen Klimagerechtigkeit in Deutschland ausgesucht: das Rheinische Braunkohlerevier. Aktive aus 15 europäischen Ländern wollen am 21. Juni in Aachen zum ersten »internationalen zentralen Klimastreik« zusammenkommen. »Am 21.06. streiken wir schon seit sechs Monaten, und die Politik hat immer noch nicht gehandelt! Daher möchten wir alle zusammen in Aachen unserem Unmut Ausdruck verleihen«, schreiben die Schüler in ihrem Aufruf. Aachen eigne sich dafür besonders gut: Neben der Nähe zum Rheinischen Revier, »der größten CO2-Quelle Europas«, wie es im Aufruf heißt, ist auch die Nähe zu den Niederlanden und Belgien ausschlaggebend. Damit will man zeigen, dass Klimaschutz »nicht national« gedacht werden kann, sondern weltweite Zusammenarbeit nötig sei, um die Klimakrise zu bewältigen. In Aachen soll es einen Sternmarsch mit anschließender Kundgebung geben.

Damit ist die Reise von »Fridays for Future«, zu der es Sonderzüge aus München, Mainz, der Schweiz und Tschechien geben wird, aber noch nicht zu Ende. Kurz darauf will die Bewegung zum Braunkohletagebau Garzweiler. »Hast du schon mal einen Braunkohletagebau gesehen, die Quelle einer Umweltverschmutzung gigantischen Ausmaßes?«, wird die Reise nach Garzweiler auf der Internetseite zum Streik beworben. Der Tagebau sei der Ort, an dem das »Klima aktiv zerstört« wird. Entlang der Nordkante des Braunkohlelochs soll es eine Demonstration »mit einer ex-trem coolen Aktion« geben, die in einer Kundgebung des Bündnisses »Alle Dörfer bleiben« aufgeht.

Parallel zu »Fridays for Future« ruft auch das Bündnis »Ende Gelände« wieder zu Aktionen im Rheinischen Revier auf. Das Bündnis ist bekannt für seine Aktionen zivilen Ungehorsams, mehrfach drangen hunderte Aktivisten in die Braunkohlelöcher ein und brachten die Bagger für Stunden zum Stehen. Im vergangenen Oktober besetzten über 1000 Menschen die Gleise der Kohlebahn des Tagebaus Hambach. Auch für den Juni sind Blockaden angekündigt. »Mit unseren Körpern werden wir uns vor die Kohlebagger stellen und die Zerstörung unserer Erde aufhalten. Wir schauen nicht tatenlos zu, wie Konzerne unsere Zukunft verfeuern,« erklärt Kathrin Henneberger, Pressesprecherin von »Ende Gelände«. Das Bündnis erwartet tausende Menschen aus ganz Europa.

Bei »Fridays for Future« wird auf die Aktionen von »Ende Gelände« hingewiesen. Man sei »Teil eines Klima-Aktionswochenendes im Rheinischen Braunkohlerevier«. Aber niemand müsse damit rechnen, versehentlich in »Ende-Gelände«-Aktionen »zu landen oder Schwierigkeiten mit den Sicherheitskräften zu bekommen«. Der Klimastreik in Aachen und die Demonstration am Tagebau seien »komplett legal«. »Fridays for Future« will es allerdings »allen, die das möchten«, ermöglichen, an den Aktionen von »Ende Gelände« teilzunehmen.

Regionale Gruppen von »Fridays for Future« haben sich in den vergangenen Monaten immer wieder an Aktionen in der Region beteiligt. Im März rief die Gruppe aus Köln spontan auf, Polizeiaktionen im Hambacher Forst zu begleiten. Erst am vergangenen Wochenende demonstrierten Gruppen im Umsiedlungsdorf Manheim gegen die »Entweihung« (Schließung) der Kirche.

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