Auch östlich von Auschwitz

Markus Meckel fordert einen Gedenkort für alle Opfer des NS-Vernichtungskriegs im Osten

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Sie haben kürzlich zusammen mit den Historikern Peter Jahn und Martin Aust ein Eckpunktepapier vorgelegt, in dem Sie für die Errichtung eines zentralen Ortes »der Information, des Dialoges und des Gedenkens« für die Opfer des deutschen Vernichtungskrieges in Osteuropa plädieren. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Peter Jahn hat ja zusammen mit einer ganzen Reihe Persönlichkeiten schon 2013 ein Denkmal für die Opfer des Vernichtungskrieges im Osten vorgeschlagen. In Deutschland fokussiert sich das Gedenken an die NS-Zeit stark auf die Opfer des Holocaust. Viele andere Dimensionen des Nationalsozialismus finden immer noch zu wenig Beachtung, auch wenn beispielsweise Joachim Gauck in seiner Zeit als Bundespräsident an verschiedenen Stellen deutliche Akzente gesetzt hat, zum Beispiel bei seinen Besuchen im französischen Oradour oder in Griechenland. Oder eben 2015, als er zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in Stukenbrock in Westfalen de...


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