Jacob und die Gentechnik

Von Iris Rapoport , Boston und Berlin

  • Von Iris Rapoport
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Was Gentechnik ist, ist klar definiert: ein gezielter Eingriff in das Erbgut eines Organismus. Die Methoden sind neu, doch das Anliegen ist alt. Als Ahnherr aller gezielten Genmanipulationen kann der biblische Jacob gelten. Wie er zu gewaltigen Herden mit schwarzen Schafen und bunten Ziegen kam, ist im ersten Buch Mose verewigt. Und offensichtlich hat der Allmächtige ihm sein Spiel mit den Genen kein bisschen verübelt.

Zu Jacobs Zeit gab es bereits Viehzucht und Ackerbau. Wie oder wo aus Wildtieren Haustiere und aus Wildpflanzen Kulturpflanzen wurden, ist jedoch nicht überliefert. Erst paläobiologische und genetische Untersuchungen haben gezeigt, wie der Mensch in der »Neolithischen Revolution« durch Selektion und Kreuzung die Auswahlkriterien der Natur durch die seinen ersetzt hat.

Für Schafe und Ziegen wie auch für Gerste und Weizen legen die Forschungsergebnisse nahe, dass das tatsächlich im biblischen ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.