Links statt Volk

Der Philosoph Eric Fassin warnt vor populistischen Strategien.

  • Von Christopher Wimmer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Mit dem "Volk" beschäftigen sich auch die Plakate dieses Anti-Brexit-Demonstranten in England. "Das Volk will noch einmal sprechen" ist auf dem linken zu lesen.

Nach den Niederlagen der Linken bei der EU-Wahl herrscht Ratlosigkeit: Wie mit dem ungebrochenen rechten Boom umgehen? Einen Ausweg will der »Linkspopulismus« bieten, wie ihn die Philosophin Chantal Mouffe dargelegt hat. Sie schlägt vor, pointiert zwischen oben und unten zu polarisieren, zwischen ›Volk‹ und ›Elite‹, womit sie in jüngerer Zeit auf viel Echo stieß.

Doch steht hier nicht der Populismus im Zentrum, während ihn der Ausdruck ›links‹ nur ergänzt? Ist das wirklich ein Mittel gegen die Rechte? Das fragt sich der französische Philosoph Eric Fassin, dessen Essay »Revolte oder Ressentiment« nun auf Deutsch vorliegt. Seine Antwort ist klar: Der Populismus beanspruche, so Fassin, im Namen ›des Volkes‹ zu sprechen - und wendet ein, dass es ein Volk an sich nicht gebe. Dieses muss erst (was Mouffe nicht anders sieht) politisch erzeugt werden.

Für Fassin schließt die populistische Strategie das ›Volk‹ mit den Unterklassen kur...

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