Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Brummige Spediteure

Kurt Stenger über den Nachwuchsmangel bei Lkw-Fahrern und Lokführern

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Wenn die Spediteursbranche wegen des Arbeitskräftemangels jetzt vor einem »Versorgungskollaps« warnt, dann muss sie sich an die eigene Nase fassen. Zwar gibt es in der kapitalistischen deutschen Arbeitswelt viele unattraktive Jobs, doch Lkw-Fahrer trifft es besonders hart. Miese Bezahlung, massive Überstunden, ein Arbeitsplatz ohne jeden Komfort - lang ist die Liste der Gründe, warum jüngere Leute es sich nicht vorstellen können, das Berufsleben auf dem »Bock« zu verbringen. Dabei wächst die Branche wegen des boomenden Onlinehandels, der Internationalisierung der Produktion und Just-in-Time-Lieferungen weiterhin rasant.

Nun könnte dies etwas Positives mit sich bringen, denn die aus Klimaschutzgründen erforderliche Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene findet zwangsläufig statt. Doch weit gefehlt - dem höher qualifizierten Beruf des Lokführers fehlt es ebenfalls an Nachwuchs. Die Konkurrenz privater Kleinanbieter mit Dumpingstrategien und die jahrelange Kostensenkung bei der Deutschen Bahn fordern ihren Tribut.

Letztlich ist die Politik gefragt, Sozialdumping entgegenzuwirken und auch Verkehrslenkung zu betreiben. Statt mit Straßenausbau und Gigaliner-Testfahrten die Spediteure zu hofieren, braucht es Anreize für eine Verkehrswende. Man könnte auch sagen: Weichenstellungen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln