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  • Politik
  • Donald Trump-Besuch in Großbritannien

Einfallstor für Privatisierung

Moritz Wichmann über die Interessen Trumps an einem harten Brexit

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Es ist einfach, sich über Donald Trump lustig zu machen, über seine nun geänderte Frisur etwa. Doch hinter den Kulissen arbeitet Trump hart daran, sich und andere Ultrareiche weiter zu bereichern. Trump hat sich bereits früher mit Brexit-Politiker Nigel Farage getroffen. Daher war zu erwarten, was einen Tag vor dem Großbritannien-Besuch des US-Präsidenten am Montag geschah. Per Vorab-Interview ließ Trump wissen, Großbritannien solle den »harten Brexit« nehmen, am besten auch Farage mitverhandeln lassen. Dahinter steht nicht nur die politische Nähe der beiden Rechtsaußenpolitiker zueinander, es hat auch mit handfesten ökonomischen Interessen zu tun. Trump will den harten Brexit und ein geschwächtes Großbritannien.

Worum es eigentlich geht, machte US-Botschafter Woody Johnson im BBC-Interview deutlich. Bei einem Freihandelsabkommen mit Großbritannien nach dem Brexit werde über »die gesamte Wirtschaft, auch die staatliche Gesundheitsversorgung NHS verhandelt«. Nach einem EU-Ausstieg aber werden die mächtigen US-Vertreter Großbritanniens Politiker, die in den letzten Jahren der Boulevardpolitik wichtiges Know-how über die Aushandlung von Freihandelsverträgen an Brüssel verloren haben, sprichwörtlich über den Tisch ziehen. Die milliardenschwere US-Gesundheits- und Pharmaindustrie hätte dann einen neuen Absatzmarkt und weitere Profite.

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