Fragespiel am Gefrierpunkt

Aus der Zeitgeistforschung: »Weißer Raum« von Lars Werner am Theater Vorpommern

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Vom Glück heißt es, es schreibe weiß. Denn Glück kann man so wenig lesen wie Zukunft. Auch der Tod liebt das Weiß, dieses blendende Nichts - war es etwa dieser Zyniker, der ausgerechnet seinen Feinden, den Ärzten, weiße Kittel überzog? Asepsis und Unschuld - Weiß-Assoziationen besitzen ihre ganz eigene Weite. »Weißer Raum« heißt das Stück von Lars Werner, von Reinhard Göber am Theater Vorpommern inszeniert.

Der Bühnenraum, von Stefan Heyne gestaltet, besteht aus einer Ruinenlandschaft des profan Bürgerlichen: Autoreifen, Badewanne, Weihnachtsbaum, Schreibtisch, Stühle, Schrankteile - eine aufgelöste, ineinandergestürzte Welt des gewöhnlichen Haushalts. Die Requisiten überzogen von einem kalten Weiß, hier ist ein Gefrierpunkt überschritten. Weißglut der Froststarre?

Uli, ein Gleiswärter aus der Provinz, erschlägt einen Marokkaner, der eine Journalistin vergewaltigen wollte. Zivilcourage? Oder Ausländerhass, der endlich eine Gelegenheit b...

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