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Kein Land erreicht bis 2030 eine Gleichstellung der Geschlechter

UN-Mitgliedstaaten verfehlen laut Bericht selbst gesetztes Ziel / Vor allen in armen Ländern gibt es Rückschritte

  • Lesedauer: 2 Min.

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Vancouver. Kein UN-Mitgliedstaat erreicht bis zum Jahr 2030 eine Gleichstellung der Geschlechter. Das geht aus einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Equal Measures 2030 hervor, der am Dienstag in Kanada vorgestellt wurde. Die Gleichstellung der Geschlechter ist eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die 2015 alle UN-Mitgliedstaaten verabschiedet hatten und die bis 2030 erreicht sein sollen.

Die Organisation untersuchte die Lage von Frauen in 129 Ländern. Kriterien waren dabei etwa, ob die Politik gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen sowie Praktiken wie die Kinderehe und weibliche Genitalverstümmelung vorgeht. »Von den 129 untersuchten Ländern hat keines das Versprechen der Gleichstellung der Geschlechter vollständig erfüllt«, heißt es in dem Papier. Kein Staat erreiche einen »exzellenten« Wert von 90 Punkten oder mehr; Dänemark liege mit 89,3 Punkten an der Spitze. Deutschland liegt auf dem siebten Platz.

Wohlhabende Nationen wie Finnland, Schweden, Norwegen und die Niederlande haben demnach die größten Fortschritte gemacht. Arme oder politisch instabile Länder wie Tschad, die Demokratische Republik Kongo, Jemen und Niger fielen hingegen zurück.

»Noch beunruhigender ist für mich, dass 1,4 Milliarden Frauen und Mädchen in Ländern leben, die nur einen ›sehr schlechten‹ Wert erreicht haben«, sagte Alison Holder von der Nichtregierungsorganisation im kanadischen Vancouver.

Es gebe jedoch auch gute Nachrichten, selbst in ärmeren Ländern, erklärte Holder. So sei etwa der Senegal näher an einer paritätischen Besetzung seines Parlaments als Dänemark. Dabei sei das Bruttoinlandsprodukt des afrikanischen Landes 56-mal kleiner. AFP/nd

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