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Bequem, bis es wehtut

Stephan Fischer über Innenminister und »smarte Daten«

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: 2 Min.

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smarte Daten: Bequem, bis es wehtut

Privatsphäre, erinnern Sie sich noch? Die wurde damals abgeschafft gegen das Versprechen, dass der Kühlschrank alleine einkaufen könne und man sich nicht mehr zum Lichtschalter bewegen müsse. So könnte es einst heißen, wenn es um die schlechtesten Geschäfte der Menschheitsgeschichte geht. Für die Menschen.

Für den Staat und seine Institutionen, die zwar ebenso von Menschen geführt und besetzt werden, scheinen Dinge wie Privatsphäre und der dazugehörige Datenschutz nur dazu da zu sein, schnellstens abgeschafft zu werden. Begründungen dafür sind so durchgekaut wie abgedroschen - wahlweise müssen »Terror« oder zumindest »kapitale Verbrechen« herhalten. Interessanterweise nie »Verbrechen des Kapitals«, aber das würde es nicht besser machen.

Doch so lange Menschen für die Bequemlichkeit durch »smarte Kühlschränke« Geld ausgeben und ihre potenzielle wie immer wahrscheinlicher werdende Ausspähung auch noch selbst bezahlen - solange muss man bei den Begründungen wohl keine geistige Flexibilität an den Tag legen: Schwächung der Sicherheit im Mobilfunkstandard 5G? Wegen Terror. Zwang zu entschlüsselten Messengerdiensten? Wegen Terror. Daten autonom fahrender Autos? Brauchen wir wegen, na Sie wissen schon, warum. Angst brauchen Sie natürlich keine zu haben: SIE haben doch nichts zu verbergen, oder?

Lesen sie auch zum Thema: Alexa soll für den Staat spionieren. Innenminister von Bund und Ländern wollen Daten von Sprachassistenten auswerten. Von Jana Frielinghaus

Und jetzt denke man sich seine ganze Datenspur im Lichte einer anderen Regierung. Wird es nun doch ein wenig unbequem?

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