Flucht nach Andorra

Fatoni is back. Leider?

  • Von Lee Wiegand
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wer seine Zeit in Backstagebereichen zwischen Kokain und veganer Pizza verbringt, weiß: An Fatoni nagt, dass sein Umfeld in den Olymp aufsteigt, während er selbst ganz gerne die Nummer eins in Rap-Deutschland wäre. Oder zumindest in der eigenen Szene. Schon die ersten Zeilen des Albums verraten, worum es geht: um Fatoni als eigentlich längst gescheiterten Künstler, der nicht versteht, warum er nur vor maximal 500 Leuten spielt und nur eine kleine Randfigur auf den 2000er-Touren erfolgreicher Kolleginnen wie Mine sein darf. »Man will allen gefallen, doch alles in allem noch kein Grund, um müde zu sein, nein.« Er ist in der Midlife-Crisis, weil seine harte Arbeit sich noch nie ausgezahlt hat; damit wird er sogar von Freunden aufgezogen, sofern es in der Szene überhaupt echte Freundschaften geben kann. Ändert sich das mit »Andorra«, dem neuen Album?

Für den Blitzkrieg, der Fatoni in die Charts führen soll, hat man die Szenefreunde a...


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