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Mit Rotstift in den Abgrund

Kurt Stenger über die geplatzte Fusion von Fiat Chrysler und Renault

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

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Fiat-Chrysler: Mit Rotstift in den Abgrund

Mit der Absage der Megafusion in der Autoindustrie haben Fiat-Chef John Elkann und die Eigentümerfamilie Agnelli klar gemacht, was sie mit ihren Allianzplänen mit Renault eigentlich bezweckten: das Erschließen massiver Synergieeffekte, wenn nötig auch mittels Stellenabbau und Fabrikschließungen, zum Wohle der Profite und Renditen. Das ist natürlich kein besonders ungewöhnliches Vorgehen, doch dass die Fiat-Granden nicht einmal bereit waren, über die von der französischen Regierung verlangten Jobgarantien zu verhandeln, zeugt von einer besonders dreisten Grundhaltung.

Natürlich wird der globale Konzentrationsprozess in der Autoindustrie angesichts bestehender Überkapazitäten und des bevorstehenden technologischen Wandels anhalten. Gescheiterte Kooperationen gab es in der Vergangenheit auch schon, doch immer mehr Konzerne schmieden auch internationale Bündnisse. Wer dabei vorrangig auf Kostenziffern starrt, hat die Herausforderung der anstehenden Transformation nicht begriffen. Die Beschäftigten sind hierbei kein Kostenfaktor, sondern an ihrer Motivation, Eigeninitiative und Weiterqualifizierung wird sich mit entscheiden, wer hier Sieger sein wird. Staatliche Weichenstellungen nicht zuletzt beim Klimaschutz werden dabei ebenfalls ein zentrales Element sein. Die alte Unternehmensführung mittels Rotstift wird geradewegs in den Abgrund führen.

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