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  • Syrienkrieg

Syrische Kurden übergeben zwölf Waisenkinder von IS-Kämpfern an Frankreich

Europäische Staaten weigern sich, Familien der Islamisten-Miliz aufzunehmen

  • Lesedauer: 1 Min.

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Syrien, Baghus: Kinder fahren im Februar 2019 auf einem LKW eines Konvois, welcher Zivilisten und Familienangehörige von IS-Kämpfern aus der letzten Bastion der IS in ein Zwischenlager evakuiert.
Syrien, Baghus: Kinder fahren im Februar 2019 auf einem LKW eines Konvois, welcher Zivilisten und Familienangehörige von IS-Kämpfern aus der letzten Bastion der IS in ein Zwischenlager evakuiert.

Kamischli. Die syrischen Kurden haben zwölf Waisenkinder französischer Dschihadisten an Frankreich übergeben. Abdelkarim Omar, ein Vertreter der kurdischen Selbstverwaltung, sagte am Montag, sie hätten die Kinder am Sonntag in der Stadt Ain Issa an eine Delegation des französischen Außenministeriums übergeben. Im gleichen Zuge seien auch zwei niederländische Waisenkinder an eine Delegation ihres Heimatlandes übergeben worden.

Die Eltern der Kinder waren im Kampf für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Die Kinder lebten zuletzt in Flüchtlingslagern im kurdischen Nordosten Syriens. Das älteste Kind ist zehn Jahre alt. Bisher hat Frankreich aus Syrien nur eine Handvoll Waisenkinder sowie ein dreijähriges Mädchen zurückgenommen. Paris geht davon aus, dass sich rund 450 französische Dschihadisten sowie deren Angehörige in Syrien in Haft befinden.

Seit der Einnahme der letzten IS-Bastion Baghus im Osten Syriens Ende März halten die syrischen Kurden tausende ausländische Dschihadisten und ihre Angehörigen in Gefängnissen und Lagern fest. Seit Monaten drängen sie die Heimatländer, ihre Staatsbürger zurückzunehmen. Wie die meisten europäischen Staaten sträubt sich Deutschland aber gegen die Rücknahme von IS-Kämpfern und will nur in Einzelfällen Frauen und Kinder aufnehmen. AFP/nd

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