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Die Frauen und der Fortschritt

MEINE SICHT

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Frauen machen erfahrungsgemäß anders Politik als Männer. Dass mehr dabei herauskommt, dass sie beispielsweise im Ringen um Frieden und im Kampf gegen die Kinderarmut mehr tun und auch mehr erreichen, das ist nicht garantiert. Es ist nicht einmal sicher, dass sich Politikerinnen ausnahmslos für die Gleichstellung engagieren. Es gibt auch solche, die ein streng konservatives Rollenbild der Hausfrau und Mutter noch fördern. Frauen kümmern sich nicht unbedingt erfolgreicher um den Fortschritt.

Die brandenburgische Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig (CDU) beispielsweise sticht dadurch heraus, dass sie wiederholt umstrittene Gastbeiträge in der rechten Wochenzeitung »Junge Freiheit« veröffentlichte, dass sie sich bei einer AfD-Veranstaltung mit aufs Podium setzte und dass sie auch sonst oft nicht den Eindruck erweckte, als trage sie den vergleichsweise modernen Kurs ihres CDU-Landesverbands mit.

Aber darum geht es ja auch gar nicht bei der Gleichstellung, dass die Frauen wirklich die bessere Politik abliefern. Frauen sollen nicht länger mehr leisten müssen als Männer, um Karriere zu machen. Im Prinzip sollten Politikerinnen im Durchschnitt genauso unfähig, abgehoben und rücksichtslos sein dürfen wie es ihre männlichen Kollegen sind.

Politiker genießen in der Bevölkerung kein hohes Ansehen, Journalisten übrigens auch nicht, wie Meinungsumfragen immer wieder ergeben haben. Nicht alle Politiker haben persönlich den schlechten Ruf verdient, unter dem ihre Berufsgruppe leidet - und für die Politikerinnen gilt das gleichermaßen.

Auch wenn die Frauen im Parlament nicht automatisch für den Fortschritt sorgen, so wäre es doch ein Fortschritt, wenn mindestens genauso viele Frauen wie Männer dort sitzen würden. Aber das dauert leider noch, bis es soweit ist.

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