Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

So sind wir (nicht)!?

In Österreich stellt sich ein Teil der Zivilgesellschaft gegen das Bild einer »Ibiza-Gate«-Alpenrepublik

  • Von Johannes Greß, Wien
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

»Kann ich dir einen Kaffee anbieten? Tee oder vielleicht eine Suppe? Bananen? Oder Croissants?« Würden sie nicht hier im Regen auf Campingstühlen unter einem windigen Pavillon sitzen, man könnte fast meinen, man befinde sich im All-inclusive-Urlaub. Hier, an der Wiener Ringstraße, nur 200 Meter Luftlinie vom Österreichischen Parlament und der Hofburg des Präsidenten entfernt, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Vor allem im Vergleich zu den vergangenen Wochen, im Vergleich zu Ibiza, Regierungskrise, Misstrauensvotum und Übergangsregierung. Hier sitzt, in lockerer Runde, munter quasselnd, der weniger spektakuläre, aber wohl schönere Teil Österreichs.

Seit 7. Mai stehen entlang der Ringstraße rund 80 überdimensionale Porträts, alle rund zwei Meter hoch. Durch Deutschland, Russland, die Ukraine, die USA und Israel reiste Luigi Toscano, um Verfolgte des NS-Regimes zu treffen. Über ein Jahr lang schrieb der Mannheimer Fotograf un...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.