Werbung

Bundesdatenschutzbeauftragter warnt vor Zugriff auf Smarthome-Geräte

Kurz vor der Innenministerkonferenz kritisierte Ulrich Kelber das Vorhaben, Daten von internetfähigen Haushaltshelfern für Ermittlungszwecke auslesen zu lassen

  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

München. er Bundesbeauftragte für Datenschutz, Ulrich Kelber (SPD), hat vor Beginn der Innenministerkonferenz in Kiel vor einem möglichen Zugriff der Strafverfolgungsbehörden auf die Daten von Sprachassistenten und anderen Smarthome-Geräten gewarnt. »Das Gefühl der Unbeobachtetheit, die auch einen demokratischen Staat ausmacht, ist weg«, sagte er am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. Im Gegenzug würden aber wahrscheinlich nur wenige Fälle aufgeklärt, die ohne diesen Zugriff offen geblieben wären.

Die Innenminister von Bund und Ländern treffen sich ab Mittwochnachmittag in Kiel. Die Innenminister von CDU und SPD wollen Aufzeichnungen etwa von Sprachassistenten wie Alexa oder sogenannten smarten Fernsehern und Kühlschränken als Beweismittel vor Gericht zulassen. Diese digitalen Aufzeichnungen sollten aber nur mit richterlicher Anordnung ausgewertet werden dürfen.

»Wir freuen uns über jedes Verbrechen, das aufgedeckt wird, aber es gibt ganz eindeutig Grundrechte der Bürger, die gelten selbst für Beschuldigte«, sagte Kelber. »In vielen Fällen stellt sich am Ende ja heraus, dass aus einem Beschuldigten eben kein Täter wird«.

Statt auf die smarten Geräte zuzugreifen sollten sich die Ermittler lieber auf bereits legale Methoden fokussieren. »Ich habe nicht das Gefühl, dass bereits ergriffene Maßnahmen evaluiert werden«, sagte Kelber. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!